PDF Drucken E-Mail

Manchmal sind es Kleinigkeiten, die unser Gleichgewicht und die Fähigkeit, es aufrechtzuerhalten, stören und im Laufe eines sich selbst verstärkenden Prozesses schließlich zu massiven Problemen führen können. Da aber dieses Gleichgewicht so wichtig ist für unser Verständnis von Gesundheit, stellt sich vor allem die Frage, wie wir lernen können, immer wieder „ins Gleichgewicht kommen“.

Dazu einige Fakten und Überlegungen: 

  • Die Erforschung der ersten drei Lebensjahre hat gezeigt, dass Bewegung und Beziehung die Grundlage der Entwicklung unseres zentralen Nervensystems und damit auch unserer Individuation und Sozialisation darstellen. Unser Körper-Selbst bildet den Kern unseres Selbst. Damit ist klar, dass motorische, kognitive, emotionale und soziale Entwicklung unmittelbar aufeinander bezogen sind und durch dieselben Quellen gespeist werden.

  • Neurowissenschaftler haben herausgefunden, dass Emotionen im Körper gespeichert werden und dass emotionale Verletzungen, wie z.B. "erlebte Ungerechtigkeit", im Gehirn dieselben Prozesse auslösen wie das Zufügen von körperlichem Schmerz. Im Übrigen ist schon lange bekannt, dass gerade die verbreitetsten gesundheitlichen Probleme ihre negative Dynamik aus der engen Verknüpfung körperlicher und seelischer Anteile beziehen.
  • Jeder Mensch entwickelt im Laufe seines Lebens Muster, die ihm den Umgang mit sich wiederholenden Aufgaben erleichtern: Bewegungsmuster, Haltungsmuster, Verhaltensmuster, Denkmuster... Werden diese Muster zu eng oder zu unflexibel, schränken sie unsere Wahlmöglichkeiten immer mehr ein. Viele kennen den Teufelskreis, in dem sich Spannung und Schmerz gegenseitig hochschaukeln. Heraus kommt man auf Dauer nur, wenn man einen Weg findet, die eigenen Wahlmöglichkeiten wieder zu erweitern.

Dazu können wir auf die ursprünglichen Quellen der erstaunlichen Entwicklung der ersten Lebensjahre zurückgreifen: die Erforschung unserer Bewegungsmöglichkeiten und unserer Beziehungen. Durch das behutsame Erforschen kleiner Variationen entsteht Spielraum für Veränderung - dies gilt für die körperliche Organisation genauso, wie für die eigene mentale Orientierung. Mehr Variationen zur Verfügung zu haben bedeutet auch mehr Flexibilität und damit die Entwicklung eines belastbareren Gleichgewichts.
Deshalb ist es für eine gesunde Entwicklung notwendig, alle unsere Muster, auch die günstigen, ständig weiterzuentwickeln, dies gilt für psychische und physische, bewusste und unbewusste Anteile gleichermaßen.
Der Zugang vom Körper her bedeutet vor allem für Menschen, denen andere, z.B. psychologische Hilfsangebote, eher fremd sind, eine hervorragende Möglichkeit, eine ganzheitliche Veränderung einzuleiten.

So haben Sie z.B. die Möglichkeit, in unsere offenen Gruppen zu kommen, an unterschiedlichen Seminaren teilzunehmen oder es für sich selbst zu Hause auszuprobieren mit den Materialien, die wir für unsere verschiedenen Projekte zusammengestellt haben und die sie in unserem ib-shop finden.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 22. Januar 2013 um 16:16 Uhr
 

Entwicklungsberichte

Hier finden sie eine Auswahl an Entwicklungsberichten zu unterschiedlichen Themen.